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Zivilisierte Steinzeit Barbarei

Warum wir im Kopf immer noch in der Steinzeit leben

zivilisierte steinzeit barbareiWir reden uns gerne ein, wie weit wir es gebracht haben. High-Tech, Smartphones, künstliche Intelligenz, Wissenschaft und globaler Austausch, wir feiern uns als die Krone der zivilisierten Evolution. Doch dieser Lack ist verdammt dünn. Man muss sich nur umschauen, um zu merken: Wenn es um Macht, Unterdrückung und das Abschlachten von Menschen geht, hat sich der Mensch seit den Tagen der Höhlenmalerei keinen einzigen Millimeter weiterentwickelt.

Wer heute noch glaubt, wir lebten in einer aufgeklärten Welt, der verwechselt bloßen technischen Fortschritt mit echter menschlicher Reife.

Angriffskriege und das Verhalten der wilden Horde

Es ist völlig egal, ob ein Autokrat in Moskau einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg anzettelt, ein Diktator in Nordkorea sein eigenes Volk aushungert, um Atomraketen zu finanzieren, oder ob andere Despoten und Präsidenten weltweit glauben, sie könnten mit Gewalt Grenzen verschieben und Leben zerstören. Das ist keine Politik, das ist das Verhalten einer wilden Horde aus der Steinzeit.

Adolf und PutinMit all dem, was Wladimir Putin da treibt, bin ich absolut und ohne Abstriche nicht einverstanden. Genauso wenig schätze ich Kriege, die von anderen Präsidenten, Diktatoren oder irgendwelchen Machthabern vom Zaun gebrochen werden, um ihre eigenen Komplexe oder Machtansprüche zu befriedigen. Es ist pure Barbarei im Anzug.

High-Tech Gewand mit Neandertaler Instinkten

Die Uniformen sind heute modern, die Propaganda läuft über digitale Kanäle und die Waffen sind präziser geworden. Aber im Kern bleibt es dasselbe stumpfe, primitive Prinzip. Der Stärkere fällt über den Schwächeren her, plündert, zerstört und nimmt sich, was er will.

Es ist einfach nur traurig mitanzusehen, wie Jahrtausende Kulturgeschichte und menschlicher Fortschritt jedes Mal aufs Neue von ein paar größenwahnsinnigen Idioten an die Wand gefahren werden, nur weil sie ihren Hals nicht voll kriegen. Solange wir uns diese Typen gefallen lassen und die Menschheit nicht kapiert, dass Gewalt keine Lösung, sondern der Untergang ist, bleiben wir im Kopf eben genau das, was wir vor zehntausend Jahren schon waren: bewaffnete Neandertaler.

Die feige Brut im Atombunker

Kaviar statt Schützengraben, das Perverseste an der ganzen Maschinerie ist doch die absolute Feigheit derer, die den Krieg anzetteln. Während da draußen an der Front ein junger Soldat im Dreck verblutet, weil ihm eine Granate das Bein abgerissen hat, hocken die wahren Verantwortlichen mit ihrem fetten Arsch in sicherster Distanz. 300 Meter tief unter der Erdoberfläche, im hochgerüsteten Atombunker, mit absolutem Luxus, Klimaanlage und Kaviar auf dem Silbertablett.

Es ist an Absurdität und Niedertracht nicht zu übertreffen: Da treiben sie Menschen dazu an, ihr Leben und ihre Gesundheit zu riskieren, nur weil ein Präsident, ein Autokrat oder ein Diktator beschlossen hat, dass ihm die Weltkarte nicht passt. Und während draußen das Morden tobt, macht sich diese feige Brut da unten im Bunker ein gemütliches Leben.

DER Gipfel der Scheinheiligkeit

Der Gipfel der Scheinheiligkeit ist dann am Sonntagvormittag erreicht. Da hocken diese Massenmörder tatsächlich in ihrer Bunker Kapelle, falten die Hände und beten, was für tiefgläubige und gute Menschen sie doch sind, wie christlich sie angeblich handeln. Sie faseln etwas von Moral, während sie gleichzeitig den Befehl zum nächsten Gemetzel geben. Sie vergessen dabei völlig, was in den zehn Geboten steht, allen voran das simple, unmissverständliche Gesetz: „Du sollst nicht töten.“

Aber natürlich, sie selbst töten ja auch nicht persönlich. Dafür sind sie sich zu fein. Da dürfen sich gefälligst die Soldaten die Hände im Dreck mit Blut schmutzig machen, während die Herrschaften im Bunker auf den roten Knopf drücken und sich danach zum Sonntagsbraten setzen.

Orden für das Töten

Die Medaille als Beruhigungspille, wenn das Blutvergießen dann vorbei ist und die Überlebenden aus den Schützengräben kriechen, setzt die nächste Farce ein. Die Verleihung von Orden und Ehrenzeichen. Da wird dann stolz das Purple Heart verteilt oder andere militärische Ehrenmedaillen angeheftet,  so, als ob Männer, die den Krieg überlebt haben, sich auch nur das Geringste aus Blech und Bändern machen würden, während sie das Erlebte verarbeiten. Ein Orden für das Töten von Menschen anderer Nationen, verpackt in hohlen Pathos.

Das Traurige an der ganzen Maschinerie ist ja, dass dieses Morden oft nicht mal zu umgehen ist. Beide Seiten lösen genau dieses aggressive Verhalten beim Gegner aus und tun das sogar absichtlich, um die Spirale am Laufen zu halten. Keine der beteiligten Seiten will wirklich den Frieden bewahren; es geht immer nur um Eskalation, bis am Ende die Orden verteilt werden.

Ich glaube kaum, dass ein normaler Soldat wirklich stolz darauf ist, andere Menschen getötet zu haben, es sei denn, er redet es sich über Jahre hinweg selbst schön und glaubt am Ende den eigenen Unsinn, weil das die schmerzhafteste Wahrheit erträglicher macht. Aber wenn ich selbst als Soldat in so einer Hölle gestanden und am Ende ein Purple Heart in die Hand gedrückt bekommen hätte, würde ich mir das Ding garantiert nicht stolz umhängen oder rumzeigen. Nein, ich würde es ganz tief im Schrank verstecken. Denn ein solcher Orden ist am Ende nichts anderes als der offizielle Beweis dafür, dass man ausreichend Menschen umgebracht hat. Und das ist verdammt noch mal nichts, worauf man stolz sein kann, auch wenn die Regierung genau das von einem verlangt, um ihre eigene Kriegstreiberei zu rechtfertigen.

Schutzgeld, Bündnisfall und das große Jammern

Während drüben in Washington und Brüssel mal wieder panisch die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen werden, weil die USA ganz entsetzt monieren, Europa würde viel zu wenig für die eigene Verteidigung tun, lässt sich das eigentliche Trauerspiel ganz nüchtern betrachten. Ja, wer sich auf die USA verlässt, ist am Ende schlicht und einfach verlassen. Dass man in dieser ungemütlichen Welt für den Ernstfall gerüstet sein muss, gehört leider zur unumstößlichen Realität. Warum die EU Staaten in der NATO militärisch oft wirken wie ein aufgescheuchter Hühnerhaufen, hat schätzungsweise tausend verschiedene Gründe. Wollte man die alle säuberlich aufarbeiten, bräuchte es keinen Text mehr, sondern man könnte direkt annehmen, hier sei im Westentaschenformat eine Atombombe hochgegangen.

Historisches Trauma und die feine Distanz der Täter

Wenn man als ganz normaler Bürger über diesen ganzen Irrsinn nachleuchtet, landen die Gedanken unweigerlich bei den großen historischen Katastrophen. Beide Weltkriege haben eine Schneise des Grauens hinterlassen, und der Nationalsozialismus war dann die berüchtigte Kirsche auf dem Sahnehäubchen, die dem Fass endgültig den Boden ausgeschlagen hat, ein Thema, über das sich seitenweise dozieren ließe. Wer damals an diesen Fronten verheizt wurde, musste das blanke Grauen am eigenen Leib erfahren. Ausgenommen davon waren natürlich jene Herrschaften, die das Ganze aus der sicheren Deckung heraus angezettelt hatten.

Die sitzen nämlich stattdessen gemütlich in ihren High-Tech Bunkern, schlappe 300 Meter unter der Erdoberfläche, während draußen die Welt brennt. Da fehlt es an absolut gar nichts. Klimaanlage, Luxus pur und für das Abendbrot stehen feinster Kaviar, Champagner und Hummer auf dem Silbertablett bereit. Man mag sich kaum ausmalen, was die Menschen, die diesen Kriegshöllen tatsächlich ins Auge blicken mussten, wohl empfanden. Natürlich weiß theoretisch jeder, dass Krieg die Hölle ist, aber zwischen "wissen" und dem physischen Erleben dieses Irrsinns liegen eben Welten.

Zivilisatorische Evolution und das Sandkasten Niveau der Macht

Man könnte ja naiv die Hoffnung hegen, dass die Menschheit in Europa, von den ach so gesitteten Herren im Kreml mal abgesehen, inzwischen begriffen hat, dass man diesen barbarischen Höhlenmodus hinter sich lassen muss. Dass zivilisierte Lebewesen sich eben nicht gegenseitig wie tollwütige Hunde an die Kehle springen sollten. Genau wegen dieser gedanklichen Weiterentwicklung haben Militär, Soldaten und schweres Kriegsgerät für viele Bürger zum Glück ihre bedingungslose Bedeutung verloren.

Für andere Regierungsfüher mag das wie pure Schwäche wirken. Doch mit Verlaub: Vielleicht ist es schlicht und ergreifend der allererste echte Fortschritt der Evolution, endlich zu erkennen, dass Mord und Totschlag im Jahr 2026 keine Problemlösung sind, sondern schlicht das intellektuelle Niveau von Kleinkindern im Sandkasten, die sich gegenseitig mit der Plastikschüppe den Schädel einschlagen.

Pazifismus als Evolutionsstufe und das ewige Problem mit den Höhlenmenschen

Es wäre vielleicht ein Segen für den Weltfrieden, wenn dieser Pazifismus Schule machen würde. Das winzige Problem an der edlen Menschheitsgeschichte ist nur: Solange weltfremde Diktatoren und größenwahnsinnige Staatsführer weiterhin mit der Keule in der Hand durch die Gegend rennen und so tun, als sei ein Eroberungskrieg der Heilige Grahl des Lebens, hat man ein massives Problem. Wer in so einer Welt seine eigene Kampfkraft komplett einstampft, läuft Gefahr, vom nächstbesten Autokraten überrannt zu werden.

Dieser wunderbare Teufelskreis wird sich niemals durchbrechen lassen, solange sich skrupellose Herrscher prächtige Bunker in den Fels fräsen lassen und bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit der Atombombe wedeln, ganz nach dem Vorbild des nordkoreanischen Diktators, der sich beim morgendlichen Frühstückkaffee für den unumstrittenen Helden des Universums hält, während sein eigenes Volk im Dunkeln sitzt.

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